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RA WOLFGANG TIMA
Fachanwalt für Familienrecht

Informationen - Wissenswertes zur Scheidung

Allgemeines zum Scheidungsverfahren

Scheidungsverfahren finden in erster Instanz bei den Familiengerichten statt, dies sind Abteilungen der örtlichen Amtsgerichte. Das Verfahren beginnt, wenn einer der beiden Ehegatten einen Scheidungsantrag stellt und endet mit einem gerichtlichen Beschluss, in dem die Scheidung der Ehe festgestellt wird. Man kann zwischen einem einverständlichen und einem streitigen Scheidungsverfahren unterscheiden, je nachdem, ob beide Eheleute geschieden werden wollen oder nicht. Die übergroße Mehrheit aller Scheidungsverfahren verlaufen einverständlich, jedenfalls im Hinblick auf den gemeinsamen Scheidungswunsch der Ehepartner.

Im Gesetz ist vorgeschrieben, dass anlässlich der Scheidung auch die damit zusammenhängenden Folgesachen mitgeregelt werden, das Verfahren wird deshalb als Verbund bezeichnet.

Folgesachen sind:

  • Versorgungsausgleich (Ausgleich der während der Ehe erworbenen Rentenansprüche)
  • Sorgerecht für gemeinsame Kinder
  • Unterhaltsansprüche der Kinder
  • Unterhaltsansprüche der Ehegatten untereinander
  • Zugewinnausgleichsansprüche
  • Hausratverteilung

Alle Folgesachen (mit Ausnahme des Versorgungsausgleichs) können auch außerhalb des Scheidungsverfahren von den Eheleuten geregelt, also zwischen ihnen vereinbart werden, ohne damit das Gericht beschäftigen zu müssen, was erhebliche Auswirkungen auf die Dauer des Verfahrens und die Kosten hat.

Häufig gestellte Fragen - F.A.Q.

Wie beantrage ich die Ehescheidung?

Wenn Sie sich entschlossen haben, die Scheidung zu beantragen, oder weitere Hinweise benötigen, können Sie mit dem Anwaltsbüro Tima & Häberer telefonisch oder per Email Kontakt aufnehmen.
Bei gemeinsamen Scheidungsabsichten und Einigkeit beider Ehegatten über die Folgesachen (s. Seite Scheidung) bietet das Anwaltsbüro die Möglichkeit, alle Formalitäten und die Vollmacht eines Ehegatten zur Einleitung des Scheidungsverfahrens elektronisch zu übermitteln. Sie erhalten eine schriftliche Bestätigung und ein Angebot zum Abschluss einer Honorarvereinbarung, die Sie mit Hilfe des Scheidungskostenrechners selbst entwerfen können (s. Seite Kostenrechner).
Nach Eingang der Honorarvereinbarung und einer unterzeichneten Vollmacht übersendet das Anwaltsbüro den Entwurf eines an das zuständige Familiengericht adressierten Scheidungsantrags, der nach Ihrer Bestätigung der sachlichen Richtigkeit, bei Gericht eingereicht wird.
Alle weiteren Verfahrensschritte können telefonisch abgestimmt werden.

Wie ist der Ablauf des Scheidungsverfahrens?

Nach Eingang des Scheidungsantrages bestimmt das Familiengericht die Höhe des für das Verfahren einzuzahlenden Gerichtskostenvorschusses und übersendet eine Kostenrechnung an den antragstellenden Ehegatten. Sobald die Kosten an die Gerichtskasse gezahlt sind, wird die Antragsschrift an den anderen Ehegatten zugestellt und Gelegenheit gegeben, sich hierzu gegenüber dem Gericht zu äußern. Gleichzeitig oder wenig später erhalten beide Seiten einen Fragebogen zu den in der Ehezeit erworbenen Rentenversicherungsansprüchen, nach deren Rücksendung an das Gericht die von jedem Ehegatten erworbenen Ansprüche von den Rentenversicherungsträgern festgestellt werden. Nachdem die Versicherungsverläufe an die Ehegatten versandt worden sind und keine Einwände erhoben werden, bestimmt das Familiengericht einen gerichtlichen Scheidungstermin, zu dem beide Ehegatten geladen werden. In den meisten Fällen wird in diesem Termin die Scheidung durch Beschluss ausgesprochen.

Braucht der andere Ehegatte ebenfalls einen Rechtsanwalt?

Sind sich die Ehegatten einig oder haben sie einen Ehevertrag oder eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung abgeschlossen, ist für das Scheidungsverfahren nur die Beteiligung eines Anwalts für die Einreichung des Scheidungsantrages erforderlich. Gleiches gilt in der Regel dann, wenn die Eheleute keine Kinder haben, oder der Kindesunterhalt schon während der Trennungszeit verbindlich z. B. durch Anerkenntnisurkunde des Jugendamtes geregelt worden ist. Nur wenn die Eheleute darüber hinaus noch Vereinbarungen z. B. zum Ehegattenunterhalt oder zum Zugewinnausgleich treffen wollen, muss sich auch der andere Ehegatte spätestens im Scheidungstermin bei dem Familiengericht von einem Rechtsanwalt vertreten lassen.